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Okulieren (Augenveredlung) |
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Das Okulieren wird an jungen, ca. bleistiftstarken Unterlagen durchgeführt. Es wird nur ein Auge eingesetzt. Obstgehölze werden auf ein schlafendes Auge okuliert (Ende Juni bis Anfang September). Der Zeitpunkt des Okulierens muss so gewählt werden, dass das eingesetzte Auge noch anwächst, aber erst im Frühjahr austreibt. Neben einer guten Lösbarkeit der Rinde von der Unterlage ist beim Okulieren auf die Verwendung gut entwickelter Augen diesjähriger Triebe (Edelreiser) zu achten. Von den kurz vor dem Veredeln geschnittenen Trieben werden die Blätter ent- fernt, die Blattstiele jedoch am Edelreis belassen. Beim Okulieren wird an der Unterlage ein T-Schnitt ausge- führt. Die Rinde sollte sich nun leicht mit dem Rindenlöser des Okuliermessers lösen lassen. Aus dem Edelreis wird ein Augenschild herausgeschnitten. Dazu setzt man das Okuliermesser ca.1,5 cm unter dem Auge an. Mit einem behutsam ziehenden Schnitt wird das Auge unterschnitten und der Schnitt ca. 1-1,5 cm über dem Auge beendet. Die Schnittführung erfolgt in Wuchsrichtung. Das entstandene Augenschildchen wird in die Rindentasche des T-Schnittes geschoben und die überstehende Rinde am Querschnitt abgeschnitten. Das eingesetzte Auge wird mit Bast oder Gummibändern verbunden, wobei Auge und Blattstiel frei bleiben müssen. Ein Verstreichen mit Wachs ist bei Okulationen nicht notwendig. |
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